17. September 2026
Starke Kinder, starke Zukunft: Was es für uns heißt, Kinder zu stärken
Am 20. September ist Weltkindertag. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“. UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk rücken damit die Frage in den Mittelpunkt, was Kinder brauchen, um sich stark zu fühlen und gut für ihre Zukunft gestärkt zu sein. Eine Frage, die uns als Kita-Träger jeden Tag beschäftigt.
Stärke wächst aus Sicherheit und Vertrauen
Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen entdecken, ausprobieren, verstehen und selbst etwas bewirken. Damit sie das können, brauchen sie vor allem eines: verlässliche Beziehungen und eine sichere Umgebung, in der sie sich geborgen und angenommen fühlen.
Deshalb beginnt Bildung für uns mit Beziehung. Pädagogische Fachkräfte geben Kindern Orientierung und Geborgenheit, ermutigen sie aber zugleich, eigene Wege zu gehen. Sie trauen ihnen etwas zu, lassen Raum zum Ausprobieren und sind da, wenn etwas noch nicht gelingt.
Kinder zu stärken heißt dabei nicht, sie möglichst unempfindlich gegenüber Schwierigkeiten zu machen. Es bedeutet vielmehr, ihnen Erfahrungen zu ermöglichen, durch die Vertrauen wachsen kann – in andere Menschen, aber auch in die eigenen Fähigkeiten.
Erleben: Meine Stimme zählt
Zu einem starken Selbst gehört auch die Erfahrung, etwas bewirken zu können. Deshalb ist Beteiligung ein wichtiger Bestandteil unseres Verständnisses von frühkindlicher Bildung.
Schon junge Kinder können ihre Bedürfnisse äußern, Entscheidungen treffen und ihren Alltag mitgestalten. Wo Kinder erleben, dass ihnen zugehört wird und ihre Perspektive ernst genommen wird, erfahren sie Selbstwirksamkeit: Was ich denke und sage, ist wichtig. Ich kann etwas mitgestalten.
Jedes Kind mit seinen eigenen Stärken sehen
Unser Anspruch ist es, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen, seine Potenziale zu entdecken und seine Entwicklung zu begleiten – emotional, sozial, körperlich und kognitiv. Vielfalt ist dabei keine Abweichung von der Normalität, sondern Teil des gemeinsamen Lebens.
Als katholischer Kita-Träger gründet diese Haltung für uns im christlichen Menschenbild: Jeder Mensch besitzt eine unverwechselbare Würde. Kinder sollen erfahren, dass sie angenommen sind, dazugehören und Gemeinschaft mitgestalten können. Jedes Kind wird mit seinen Stärken und seiner Individualität wahrgenommen, gestärkt und gefördert.
Kinder stärken ist auch eine Aufgabe des Trägers
Ob Kinder solche Erfahrungen machen können, entscheidet sich vor allem im täglichen Miteinander in unseren Kitas. Als Träger unterstützen wir unsere Einrichtungen dabei, gute Voraussetzungen für diese pädagogische Arbeit zu schaffen.
Dazu gehören eine verlässliche pädagogische Qualität, Kinderschutz und Beteiligungsmöglichkeiten ebenso wie die fachliche Begleitung und Unterstützung unserer Mitarbeitenden. Denn starke Kinder brauchen Erwachsene, die Zeit, Wissen und gute Rahmenbedingungen haben, um sie auf ihrem Weg zu begleiten.
Der Weltkindertag erinnert daran, die Perspektive der Kinder selbst dabei nicht aus dem Blick zu verlieren. Deshalb beteiligen sich auch Katholino-Kitas in diesem Jahr an der Mitmachaktion zum Weltkindertag und fragen Kinder: Was brauchst du, um dich stark zu fühlen?
Denn „Gemeinsam Kindheit gestalten“ bedeutet für uns auch: zuhören, vertrauen und Kindern zutrauen, ihre Welt mitzugestalten.