30. September 2026

Ausbildung und Praxis stärker miteinander verbinden

Foto von den Partnern vor dem Berufskolleg in Füssenich (v.l.): Klaus Drotbohm, Annika Rath, Agnes Busch, Vanessa Grbavac (Schulpastoral), Thomas Pitsch und Thomas Hillerich, Leitung der Fachschule für Sozialpädagogik
Fotos: Berufskolleg St.-Nikolaus-Stift

Wie können Ausbildung und Kita-Praxis noch besser ineinandergreifen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Katholino aktuell verstärkt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Ausbildungsstätten weiter auszubauen und Theorie und Praxis enger miteinander zu verzahnen.

Davon sollen vor allem die angehenden Erzieherinnen und Erzieher profitieren. Durch einen engeren Austausch mit Kita-Trägern können sie bereits während ihrer Ausbildung zusätzliche Einblicke in den pädagogischen Alltag, unterschiedliche Arbeitsfelder und die Strukturen eines Trägers gewinnen.

Gleichzeitig möchte Katholino Erfahrungen und Fachwissen aus der Praxis stärker in die Ausbildung einbringen. Konkret geht es dabei etwa um Fachvorträge und Praxisimpulse, Hospitationen, gemeinsame Projekte und einen regelmäßigen fachlichen Austausch. So können Erfahrungen aus dem Kita-Alltag unmittelbar in die Ausbildung einfließen – und umgekehrt neue fachliche Impulse aus der Ausbildung die Praxis bereichern.

Frühzeitig miteinander in Kontakt kommen

Eine engere Zusammenarbeit bietet zugleich die Möglichkeit, angehende Fachkräfte und mögliche spätere Arbeitgeber frühzeitig miteinander bekannt zu machen. Wer bereits während der Ausbildung Einblicke in Einrichtungen, Arbeitsweisen und das pädagogische Profil eines Trägers erhält, kann sich später bewusster für den eigenen Berufsweg entscheiden.

Für Katholino ist dies deshalb auch ein Baustein bei der Gewinnung zukünftiger Fachkräfte. Dabei geht es nicht allein um den unmittelbaren Berufseinstieg. Vielmehr sollen langfristige Kontakte entstehen und Übergänge zwischen Ausbildung und Berufspraxis erleichtert werden.

Katholische Bildungswege stärker verbinden

Eine besondere Rolle spielt für Katholino die Zusammenarbeit mit katholischen Bildungseinrichtungen. Sie verbindet ein Bildungsverständnis, bei dem neben fachlicher Qualität auch Werte, Verantwortung, Gemeinschaft und der Blick auf den einzelnen Menschen eine wichtige Rolle spielen.

Durch eine engere Zusammenarbeit können diese gemeinsamen Grundlagen bereits in der Ausbildung und später in der beruflichen Praxis erfahrbar werden. Zugleich möchte Katholino verschiedene Stationen eines Bildungs- und Berufswegs stärker miteinander verbinden – von der schulischen Ausbildung über ein mögliches Studium bis hin zur späteren Tätigkeit bei einem katholischen Kita-Träger.

So soll Schritt für Schritt ein Netzwerk entstehen, das Ausbildung und pädagogische Praxis enger zusammenbringt, fachlichen Austausch ermöglicht und zugleich das katholische Profil stärkt.

Die Gespräche mit verschiedenen Ausbildungsstätten sollen deshalb weiter vertieft und Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit gemeinsam entwickelt werden.

Die Zusammenarbeit wird konkret

Ein konkreter Schritt auf diesem Weg ist die Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg St.-Nikolaus-Stift in Füssenich. Dort hat Katholino am 30. September einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der Ausbildung und Kita-Praxis künftig enger miteinander verbinden soll.

Das Bild zeigt die Beteiligten bei der Vertragsunterzeichnung vor dem Berufskolleg in Füssenich (v. l.): Schulleiter Klaus Drotbohm, von Katholino Annika Rath und Geschäftsführerin Agnes Busch, Vanessa Grbavac (Schulpastoral), Thomas Pitsch und Thomas Hillerich, Leiter der Fachschule für Sozialpädagogik.